Archive for January, 2021

Schutzausrüstung zu Pandemie-Zeiten – und außerhalb dieser Zeit

by admin .

Ärzte in OP Schutzausrüstung

Jeder, der diesen Ausdruck hört, denkt unweigerlich an Mund-Nasen-Schutz, Arztkittel, medizinische Handschuhe sowie Schutzbrille oder Visier. Darüber hinaus wird oft im nächsten Schritt an raumanzugähnliche klobige Ganzkörperanzüge gedacht (Seucheneinheiten, CDC, etc.). Fast niemand denkt aber daran, dass dazu auch alle Schutzausrüstungen für die Patienten selbst gehören. Das sind Transportinkubatoren für Neugeborene. Schutzkühlboxen für die Organtransplantationen oder fahrbare Ganzkörperhülsen für hochansteckende Patienten, die für den Transport zum Flugzeug gedacht sind, fallen natürlich auch unter den Begriff „Medizinische Schutzausrüstung“.

Wogegen soll der Schutz bestehen?

Jegliche Schutzausrüstung ist speziell auf die drohende Gefahr ausgelegt. Gegen die Gefahr durch die Strahlenkrankheit gibt es spezielle Anzüge bzw. Handschuhe. Die Menge der Strahlung entscheidet, ob auch das Betreuungspersonal eine medizinische Schutzausrüstung benötigt. Strahlungsschutz für Patienten besteht auch in Form von Bleischürzen bei einer Röntgenuntersuchung bzw. bei Bestrahlungen von Krebspatienten. Damit werden jene Körperteile abgedeckt, die nicht vom Krebs befallen sind. Der Inkubator schützt das Neugeborene gegen Keime, Viren sowie Umwelteinflüsse, da das Baby dagegen noch nicht ankämpfen kann, weil es zu klein ist. Darüber hinaus hat der Inkubator die Lebensfunktionen des Babys zu messen und den Körper der Mutter zu simulieren.

Darüber hinaus gibt es medizinische Kleidung, Brillen und Handschuhe sowie Kopfbedeckungen, die sowohl das Personal als auch den Patienten schützen sollen. OP-Kleidung schützt den Patienten vor Infektionen durch das Personal. Schutzkleidung, wie zum Beispiel FFP2 oder FFP3 Masken schützen das Personal vor der Ansteckung mit Viren, Bakterien und giftigen Stoffen. Dabei handelt es sich um Partikelfiltermasken, die gefährliche Schadstoffe aus der Atemluft filtern. Viele Bakterien und Viren dringen über die Schleimhäute ein(über die Augen). Die Sicht muss aber zum Arbeiten gegeben sein. Deshalb stehen dafür Starke Brillen sowie Visiere zur Verfügung.

Für die Intensivstationen gelten besondere Vorschriften, da es hier verstärkt zu Infektionen kommen kann. Die Patienten auf diesen Stationen befinden sich ohnehin schon in einem kritischen Zustand und können dementsprechend schlecht gegen Infektionen ankämpfen. Hier sind Masken der höchsten Schutzklasse, Krankenhauskleidung, sowie medizinische Kopfbedeckung und Intensivkittel mit oder ohne Schürze vorgesehen. Der Kopfbedeckung kommt sowohl im OP als auch auf diesen Stationen eine besondere Bedeutung zu. Sie dienen dazu, dass keine Haare ins eigene Gesicht oder auf den Patienten oder ins Arbeitsfeld fallen. Darüber hinaus schützen sie vor Infektionen. Auch auf Haaren befinden sich Bakterien oder Viren. Allergiker sind mit einem ähnlichen Problem konfrontiert, da sich Stoffe aus der Umwelt gerne auf den Haaren niederlassen. Deswegen müssen die Haare in diesen Fällen auch öfter gewaschen werden.

Im Laborbereich kommt es darauf an, mit welchen Stoffen hantiert wird. In vielen Fällen reicht ein Kittel, Handschuhe mit oder ohne Mundschutz oder Brille. In schwer kontaminierten Bereichen müssen medizinische Spezialkleidung, inklusive stärkere Handschuhe bis zum Ellbogen, Maske sowie Visier und Brille getragen werden.

Was ist noch zu beachten?

Für Einheiten der CDC (Seuchenschutzbehörde) ist es darüber hinaus Pflicht, beim Verlassen des Gefahrenbereiches die Schutzkleidung zuerst „abzuduschen“ bevor diese ausgezogen wird. Hat diese ein Leck, muss sich die Person komplett ausziehen und wird von Kopf bis Fuß mit hochwirksamen Desinfektionsmitteln abgeduscht.